1. Blaue Berge, grüne Täler,
Mitten drin ein Häuschen klein,
Herrlich ist dies Stückchen Erde,
Und ich bin ja dort daheim.
Als ich einst ins Land gezogen,
Ham' die Berg' mir nachgeseh'n.
Mit der Kindheit, mit der Jugend,
Wußt selbst nicht wie mir gescheh'n.

Oh, mein liebes Riesengebirge,
Wo die Elbe so heimlich rinnt,
Wo der Rübezahl mit seinen Zwergen
Heut' noch Sagen und Märchen spinnt.
Riesengebirge, deutsches Gebirge,
Meine liebe Heimat du !
2. Ist mir gut und schlecht gegangen,
Hab' gesungen und gelacht,
Doch in manchen bangen bangen
Stunden hat mein Herz ganz still gepocht. Und mich zog's nach Jahr und Stunden
Wieder heim ins Elternhaus.
Hielt's nicht mehr vor lauter Sehnsucht
Bei den fremden Menschen aus.

Du mein liebes Riesengebirge,
Wo die Elbe so heimlich rinnt,
Wo der Rübezahl mit seinen Zwergen
Heut' noch Sagen und Märchen spinnt.
Riesengebirge, deutsches Gebirge,
Meine liebe Heimat du !
      3 Heil'ge Heimat, Vater, Mutter;
Und ich lieg an ihrer Brust,
Wie dereinst in Kindheitstagen,
Da von Leid ich nichts gewußt.
Wieder läuten hell die Glocken,
Wieder streichelt ihre Hand,
Und die Uhr im alten Stübchen
Tickt wie grüßend von der Wand.

Du mein liebes Riesengebirge,
Wo die Elbe so heimlich rinnt,
Wo der Rübezahl mit seinen Zwergen
Heut' noch Sagen und Märchen spinnt.
Riesengebirge, deutsches Gebirge,
Meine liebe Heimat du !
4. Und kommt's einstens zum Begraben,
Mögt ihr euren Willen tun,
Nur das eine, ja das eine,
Laßt mich in der Heimat ruh'n.
Wird der Herrgott mich dann fragen
Droben nach dem Heimatschein,
Zieh' ich stolz und frei und freudig
Flugs ins Himmelreich hinein.

Bin aus dem Riesengebirge,
Wo die Elbe so heimlich rinnt,
Wo der Rübezahl mit seinen Zwergen
Heut' noch Sagen und Märchen spinnt.
Riesengebirge, deutsches Gebirge,
Meine liebe Heimat du !
        
Text: O.Fibiger
Melodie:  V.Hampel

1. Kehr ich einst zur Heimat wieder,
Früh am Morgen, wenn die Sonn' aufgeht.
Schau ich dann ins Tal hernieder,
Wo vor einer Tür ein Mädchen steht.

Da seufzt sie still, ja still und flüstert leise:
Mein Schlesierland, mein Heimatland,
So von Natur, Natur in alter Weise,
Wir sehn uns wieder, mein Schlesierland,
Wir sehn uns wieder am Oderstrand.
2. In dem Schatten einer Eiche,
Ja, da gab ich ihr den Abschiedskuß.
Schatz, ich kann nicht bei dir bleiben,
Weil, ja weil ich von dir scheiden muß.

Da seufzt sie still, ja still und flüstert leise:
Mein Schlesierland, mein Heimatland,
So von Natur, Natur in alter Weise,
Wir sehn uns wieder, mein Schlesierland,
Wir sehn uns wieder am Oderstrand.
3. Liebes Mädchen, laß das Weinen,
Liebes Mädchen, laß das Weinen sein.
Wenn die Rosen wieder blühen,
Ja dann kehr ich wieder bei dir ein.

Da seufzt sie still, ja still und flüstert leise:
Mein Schlesierland, mein Heimatland,
So von Natur, Natur in alter Weise,
Wir sehn uns wieder, mein Schlesierland,
Wir sehn uns wieder am Oderstrand.
  
Volkslied
  


Verfasser und Komponist der hier gebotenen Fassung sind bis heute unbekannt.

1. Hohe Tannen weisen die Sterne
an der Iser mit schäumender Flut.
Liegt die Heimat auch in weiter Ferne,
doch du , Rübezahl, hütest sie gut.
   2. Viele Jahre sind schon vergangen
Und ich sehn’ mich nach Hause zurück
Wo die frohen Lieder of erklangen
Da erlebt’ ich der Jugendzeit Glück.
   3. Wo die Tannen steh’n auf den Bergen
Wild vom Sturmwind umbrausst in der Nacht
Hält der Rübezahl mit seinen Zwergen
Alle Zeiten für uns treue Wacht.
Und in dem Schneegebirge,
Da fließt ein Brünnlein kalt;
Wer aus dem Brünnlein trinket,
Wird jung und nimmer alt.
Ich hab des Brünnleins trunken
Gar manchen frischen Trunk,
Ich bin nicht alt geworden,
Ich bin noch allzeit jung.
      Ade, mein Schatz, ich scheide,
Ade mein Schätzlein!
Wann kommst du aber wieder,
Herzallerliebster mein?
Wenn's schneiet rote Rosen
Und regnet kühlen Wein.
Ade, mein Schatz, ich scheide,
Ade, mein Schätzelein.
      Es schneit ja keine Rosen
Und regnet keinen Wein:
So kommst du auch nicht wieder,
Herzallerliebster mein!
   Aus dem Buch "Schlesische Volkslieder und Melodien"
von Hoffmann von Fallersleben (1842)
     

Wo im schönen Schlesierlande
Rübezahl sein Zepter schwingt
Wo auf schroffen Felsenrande
Freundlich manche Baude winkt
Wo Habmichlieb und Enzian blüh'n
Dahin, dahin möcht'ich zieh'n
Wo die dunklen Tannen stehen
Wo der Zacken schäumt zu Tal
Wo auf freien lichten Höhen
Tönt des Echo Widerhall
Wo Habmichlieb und Enzian blüh'n
Dahin, dahin möcht' ich zieh'n
      Wo umkränzt von grünen Wäldern
Aus dem Tal uns Hirschberg grüßt
Wo umsäumt von Saatenfeldern
Murmelnd leis der Bober fließt
Wo Habmichlieb und Enzian blüh'n
Dahin, dahin möcht'ich zieh'n
Wo der Koppe Zinnen ragen
In die Lüfte stolz und kühn
Wo sich flüchtige Wolken jagen
Eilend zu den Felsen hin
Wo Habmichlieb und Enzian blüh'n
Dahin, dahin möcht'ich zieh'n
      Eh der Tod die Wangen bleichet
Fern von Schlesiens schönen Au'n
Eh` der letzte Odem weichet
Möcht`ich noch die Berge schau`n
Wo Habmichlieb und Enzian blüh'n
Dahin, dahin möcht' ich zieh'n
Max Tichatzky, Hirschberg
(Mel. "Wo die Alpenrosen blühn")

1.Wo über den Bergen die Schneekoppe thront
Und Rübezahl mit seiner Zwergschar wohnt,
Wo gastlich die Baude den Wanderer grüßt!
Und silberhell sprudelnd der Elbquell fließt,
Wo Knieholz hoch oben am Kamme sich bückt,
Mit Enzianblüten die Heide sich schmückt,
Wo heulend der Schneesturm die Höhen umbraust
Und jäh die Lawine zur Schlucht niedersaust,
Dort hat mir der Herrgott hinein in die Welt
Mein Riesengebirge als Heimat gestellt.

Mein ganzes Herz, teuere Heimat, ist dein,
Stolz bin ich, ein Riesengebirgler zu sein.

2. Dort bin ich geboren, dort bin ich zu Haus,
Dort schaue beglückt ich ins Weite hinaus;
Ich sehe die Berge in dämmerndem Blau
Und rings dunkle Wälder, den Hirsch und die Au,
Seh´ freundliche Dörflein gebettet im Grün
und Aupa und Bober ihr Silberband ziehn,
Seh´ hell in der Sonne die Schneekoppe stehn
Und eilende Wolken hoch über sie gehn:
So schön hat mir der Herrgott hinein in die Welt
Mein Riesengebirge als Heimat gestellt.

Mein ganzes Herz, teuere Heimat, ist dein,
Stolz bin ich, ein Riesengebirgler zu sein.
3. Bei mir daheim blicken die Bilder mich an
Von Vater und Mutter, Großeltern und Ahn;
Sie reden gar deutlich von kerndeutscher Art,
Die treu sich und trutzig ihr Deutschtum bewahrt.
Und so wie sie waren so will auch ich sein,
In Liebe und Treue und deutsch nur allein.
Und schaufelt man einst mir ein heimatlich Grab,
Dann senkt mit dem Lied mich, ihr Freunde hinab:
Hier hat ihm der Herrgott hinein in die Welt
Sein Riesengebirge als Heimat gestellt.

Sein ganzes Herz, teuere Heimat, war dein,
Stolz war er, ein Riesengebirgler zu sein.
  
Verfasser: Adolf Skall,
Musik: Franz Künzel

1. Oberschlesien ist mein liebes Heimatland,
wo vom Annaberg man schaut ins weite Land;
wo die Menschen bleiben treu in schwerster Zeit,
/:Für dies Land zu kämpfen, bin ich stets bereit.:/
2. Wo die Schalen sausen in den Schacht hinein,
wo der rote Himmel glüht im Feuerschein,
wo die Häuser grau und hell die Herzen sind;
/:dahin geht mein Sehnen, bis ich Ruhe find'.:/

3. Wo der Kumpel schaut dem Tod ins Angesicht,
wo die Mädchen lieblich und die Frauen schlicht,
wo an dunkler Halde steht mein Vaterhaus;
/:da ist meine Heimat, da bin ich zu Haus.:/

4. Wo der Wind der weiten Wälder Wipfel wiegt,
wo verträumt und einsam manches Schlößchen liegt,
wo im Odertale liegt so manches Gut.
|: Heimat, liebe Heimat dir gehört mein Blut. :|

5. Bitter ist dein Leiden in der jetz'gen Zeit,
bis der Tag wird kommen, der auch dich befreit.
Wahrt ihm nur die Treu, dem Oberschlesierland,
/:Oberschlesiens Menschen sind als treu bekannt:/

6. Kehren wir in unsere Heimat einst zurück,
so bedeutet es für uns das größte Glück.
Haltet uns die Treue, oberschlesisch Land,
|: wie wir in der Fremde uns zu dir bekannt :|

7. Winkt der Herrgott einstens mir zur letzten Ruh,
schließ ich meine wandermüden Augen zu,
ist mein letztes Wort auf Erden sicherlich,
|: Heimat, teure Heimat, ein Gebet für dich :|
  
aufgezeichnet von Franz Thill,
erstmals 1921 gesungen

1. Wer die Welt am Stab durchmessen,
wenn der Weg in Blüten stand,
nimmer konnt er doch vergessen
glückberauscht sein Heimatland.
Und wenn tausend Sangesweisen
nur der Fremde Lob entquillt,
einzig will das Land ich preisen,
dem mein ganzes Sehnen gilt.
2. Schlesierland, du Länderkrone,
sei gegrüßt vieltausendmal,
wo auf sagenreichem Throne
mächtig herrscht Geist Rübezahl.
Wo im Volke stets aufs neue
deutscher Freiheit Odem weht,
wo als Bild von Männertreue
kühn der alte Zobten steht.
3. Graue Burgen zaubrisch winken
von den Bergen hoch und her,
wo im tiefen Schachte blinken
Erz und Kohle, blank und schwer.
Weißes Linnen, Stolz der Mädchen,
bleicht im goldnen Sonnenschein,
lustig schwirren Spill und Rädchen,
Sang und Sage klingen drein.
4. Wackre Männer, treu und bieder,
trotzig wie der Teufelsbart,
ros'ge Fraun im bunten Mieder,
das ist echte Schlesierart.
Volle Becher fröhlich kreisen
von der Heimat Traubenblut,
Schlesierland, dich will ich preisen,
bis mein Herz in dir einst ruht.
    
Kehrreim:

Sei gegrüßt am schönen Oderstrand,
liebe Heimat, traute Heimat!
Schlesien, du mein liebes Heimatland!
Schlesien du mein liebes Heimatland!
  
Text: Johannes Reinelt
Musik: Paul Wittmann
     

1. Land, verlassen und entrechtet,
Land geknebelt und geknechtet
von des fremden Zwingvolks Heeren,
immer sagtens deine Zähren,
deine Hoffnung immerzu:

Ein Stück Deutschland bist auch Du,
ein Stück Deutschland bist auch Du!

2. Land, wo deutsch die Worte klingen,
Land, wo deutsch die Lieder singen,
Land, wo deutsche Wälder rauschen,
Kinder deutschen Müttern lauschen,
jeder sagt immerzu:

Ein Stück Deutschland bist auch Du,
ein Stück Deutschland bist auch Du!
3. Land, das deutsche Quellen laben,
Land, das deutsche Pflüge graben,
Land, wo deutsch der Ambos klingt,
deutsche Faust den Hammer schwingt,
hoffend handelnd immerzu :

Ein Stück Deutschland wurdest Du,
Ein Stück Deutschland wurdest Du!
        
Verfasser: Cornelius Veits

1. Böhmen, bleibe treu, du alte Krone,feste Burg,
tausend Jahre,tausend Wetter hat dein Trotz bestanden.
Böhmen, verzage nicht,du Burg in deutschem Lande.

2. Böhmen werde wach! Es rufen deine Berge dich,
brausend schlagen deine Wasser an die alten Tore.
Böhmen, verzage nicht,du Tor vor Deutschlands Herzen.
  
Verfasser: Hans Baumann

Du bist die Schwelle vor dem großen Schweigen
Der Ewigkeit, Gebirge, du, das schwer
Unter der schimmernden Gestirne Reigen
Empor sich ringt aus tiefem Wäldermeer,
Und deiner Kämme weite, hohe Bogen
Sind urgewaltig von des Schöpfers Hand
Zu lichtbeglänzten Kuppeln ausgewogen,
Du ragst als Dom doch über allem Land.
Du bist erfüllt von deiner Bäume Beten
Hell übersonnt von leuchtend blauem Tag
Und da wir stumm in deine Stille treten
Wird läutender des Herzens rascher Schlag.
Die Quellen stürzen singend uns entgegen,
Und unsere Sehnsucht reißt und bergempor,
Es wölbt sich über allen steilen Wegen
Des einen Himmels grenzenloses Tor.
            Doch gibt uns Schönheit nicht allein zu schauen
Führ' uns auch tief hinein in Kampf und Sturm,
Laß, wo die wilden Wetter kochend brauen
Um scharfen Grat und harten Felsenturm
Und durch den Aufruhr stark und ohne Zittern
Abgründe hin den Weg zur Höhe gehen,
Das Geisterlicht von zuckenden Gewittern
Mag unsere Schritte blendend hell umwehen !
Laß ringen uns zutiefst um jenes Wahre
Das hinter Nebeln sich uns noch verhüllt,
Und wachsen so wie du ins große Klare,
Bis wir von hoher, reiner Schau erfüllt
Eintreten in die späte heil'ge Stunde,
Da über allen Wäldertiefen wunderbar
Um uns in abendstiller, ewiger Runde
Vom letzten Strahl erglüht der Gipfel Schar

Heimat ,wo das Elternhaus noch steht
manch Wind und Sturm darüber weht
wo die Welt noch in Ordnung war
als ich das Licht der Welt ersah
Heimat,dich seh ich in Gedanken
wo des Weinstocks Blätter ranken
Seh die Wolken darüber ziehn
viele Blumen,welch am Wegrand blühn
      Heimat, Elternhaus und ihre Liebe
wie ein Rad im Weltgetriebe
Wo Rübezahl der Berggeist thront
wo Biederkeit im Herzen wohnt
Wo noch das Wort der Eltern gilt
und Liebe tief im Herzen quillt
Wo einfach bieder treu und schlicht,der
Mensch noch frei zum Menschen spricht

Hier oben der Wolken schwärmendes Heer
Im Tale der Saaten wogendes Meer,
In der Stadt dort der Menge lärmende Hast
Und hier die Stille des Grabes fast
Hier im Felsengerölle mit zartem Trieb
Birgt sich schüchtern das Blümlein Habmichlieb
Tief unten im Berg, im schimmernden Saal,
Bei gold'nen Schätzen tront Rübezahl..
Hier oben, wo flatternd die Windsbraut tanzt,
Blüh'n tausend Blumen, die er gepflanzt.
Doch vor Allen der niedliche Herzensdieb,
Das kleine Blümchen Habmichlieb
      Es schmiegt sich so treu an das kalte Gestein
Und schmücket die Kuppen mit purpurnem Schein
Und begrüßet den Wand'rer, der müd' und matt
Sich dem Ziele mutigen Strebens naht
Du köstliche Blume zart und fein,
Du sollst unser Schmuck und Sinnbild sein

Im Zacken rauscht die Silberwelle,
Der Nebel spinnt am Hohen Rad;
Aus blauen Wälderlehnen klettert
gezackt und scharf der Grubengrat.
Ein Dächlein klebt besonnt und silbern
Am Hange unterm Steingeschütt;
Die braunen Glockenherden weiden,
und Wolkenlämmer weiden mit.
     Sieh ! Kirchlein Wang am Waldesrande,
der Kynastburg gereckten Bau,
und was sich sonst die Augen fangen,
ich trag es fort ins Alltagsgrau:
Den ganzen Wall ,die Zauberteiche,
der Koppe Dom, den Mittagsstein,
das sanfte Glück der sieben Gründe
und Habmichlieb und Böhmerwein
     Doch auch der Wolken dunkle Künste;
Den Spuk und die Verwunschenheit,
der hohen Böden großes Schweigen
und ihrer Schauereinsamkeit.
O Bild, wirrselig eingesogen,
beglückend wahr un doch wie Traum:
Du bist die Landschaft meiner Liebe
und meines Herzens Früchtebaum
       
Hermann Gebhardt 1934

1.Süße Heimat! Häuschen am Wiesenhang,
drin mir die Mutter sang Leise ihr Lied,
Himmlisch beglückt.Heilige Heimat!
Goldne Heimat Schneeige Berge glühn.
liebliche Täler ,ringsum herrscht Fried
2.Liebe Heimat!Wir gingen dort froh
zu zwei'n, liebend durch Flur und Hain
Himmlisch beglückt.Heilige Heimat!
Sprache so hold und traut,hast mir die
Welt erbaut die mich entzückt
     Was mir das Herz bewegt,
hast du hineingelegt:
Liebe und Glückestraum,
Sehnsucht nach deinem Raum
Ewige Bergheimat
Was mir das Herz bewegt,
hast du hineingelegt:
Liebe und Glückestraum,
Sehnsucht nach deinem Raum
Ewige Bergheimat
        Worte und Weise von Vinzens Hampel

Wo die Berge von Wolken umflogen
und der Sturm sie oft heulend umbraust
Die Täler von stürzenden Bächen durchzogen
In den Wäldern es flüstert und rauscht
Wo sich mächtige Felsen türmen
das das Auge sie schaut wie gebannt
Seid mir gegrüßet ihr herrlichen Berge
Sei mir gegrüßt, Du mein echt Böhmisches Land
Wo sich Rübezahls Sagen gesponnen
Wo blickte mein Auge ins Tal soweit
Dort sind mir die Tage so golden verronnen
Zu rasch verflog mir die glückliche Zeit
Ich möchte jauchzen vor Lust und vor Freude
Wie mein Herz sie noch selten gekannt
Seid mir gegrüßet ihr herrlichen Berge
Sei mir gegrüßt, Du mein echt Böhmisches Land
        Wo die freundlichen Häuser winken
Zum traulichen Wohnen den lieben Gast
Und von den Bergen die Bauden blinken
Und laden den Wanderer zur Rast
Wo windende Pfade erklimmen die Höh'n
Durch des Berglandes buntes Gewand
Seid mir gegrüßet ihr herrlichen Berge
Seid mir gegrüßt in meinem echt Sudetenland